Tag gegen geschlechtsspezifische Gewalt 2025

Black History Month 2026

Wir suchen: Frauen, Lesben, trans, inter und nicht-binäre Menschen die eine Ausstellung zum Thema Schwarzer Feminismus mit uns gestalten wollen

 

Wir vom Frauenzentrum Augsburg e.V. und der Augsburger Allianz für Feminismus (AAF) möchten mit euch während des Black History Months 2026 im Karo[10] (Karolinenstraße 10) von 02. – 08.02. Schwarzen Feminismus in Deutschland mit all seinen Facetten darstellen!

Schwarze Menschen in Deutschland bekommen viel zu wenig Raum, Schwarze Frauen, Lesben, inter, trans und nichtbinäre Personen noch viel weniger. Wir wollen mit euch zusammen dazu beitragen, dass sich das ändert und haben deshalb bereits Mitte des Jahres einen Antrag bei der Stadt gestellt um Schwarzen Feminismus sichtbar zu machen und Schwarzen Frauen, Lesben, inter, trans und nichtbinäre Personen und der Geschichte des Schwarzen Feminismus einen Raum zu geben. Der Antrag wurde genehmigt und jetzt gilt es ein Programm zu erstellen und den Raum zu füllen.

Bisher sind wir drei weiße Frauen, die gerne alle Rahmenbedingungen stellen – wir aber unserer eingeschränkten Perspektive bewusst sind. Wir sehen uns dabei in der Rolle als Unterstützer*innen, ohne uns dabei selbst in den Vordergrund stellen zu wollen. Vielmehr möchten wir Schwarzen Feminist*innen die Möglichkeit und den kostenlosen Raum geben, ihre Themen zu platzieren und ihren Aktivismus, ihre Kunst, ihr Musik, ihre Texte und Gedichte, ihre Erfahrungen hör- und sichtbar zu machen.

 

Was wir unter Schwarzem Feminismus verstehen:


Schwarzer Feminismus ist eine essenzielle theoretische und politische Strömung, die sich mit den einzigartigen Erfahrungen Schwarzer Frauen, Lesben, trans, inter und nichtbinären Personen an den Schnittstellen von Rassismus, Sexismus und anderen Unterdrückungssystemen befasst. Aktivist*innen wie
Sojourner Truth, prangerte bereits im 19. Jahrhundert in ihrer berühmten Rede „Ain’t I a Woman?“ die Marginalisierung Schwarzer Frauen sowohl in der Abolitionismus- als auch in der Frauenrechtsbewegung an. Die US-amerikanische Juristin Kimberlé Crenshaw lieferte später das entscheidende theoretische Werkzeug, indem sie den Begriff der Intersektionalität prägte. Dieser beschreibt, wie verschiedene Diskriminierungsformen sich überschneiden und wechselseitig verstärken, wodurch eine spezifische, Mehrfach-Unterdrückung entsteht.
In der zeitgenössischen deutschsprachigen Debatte wird der Schwarze Feminismus durch z.B. Natasha Kelly vertreten, die als afrodeutsche Kommunikationswissenschaftlerin, Autorin und Regisseurin diese Perspektiven in den akademischen und öffentlichen Diskurs in Deutschland eingebracht hat.
ADEFRA e.V. schreibt außerdem auf ihrer Website: “Im deutschen Fall gelten Schwarze lesbische Aktivistinnen der 1980er Jahre nicht nur als Motor für die Formulierung eines Schwarzen feministischen Standpunktes in Deutschland, sondern auch als Impuls- und Strukturgeberinnen für die Entstehung einer organisierten Schwarzen Gemeinschaft.

Das Thema des Pop-Ups ist Schwarzer Feminismus – für uns heißt das, dass wir in diesem Rahmen nicht nur den politischen Aspekt des Schwarzen Feminismus aufgreifen möchten, sondern auch gerne Schwarze, queere FLINTA*-Personen in ihrer Kreativität, ihrem Talent oder in ihren Fähigkeiten den Raum geben und beleuchten wollen!

Es gibt zwei von einander unabhängige Möglichkeiten für Einzelpersonen oder Gruppen dabei zu sein:

  • Präsentation/ Ausstellung/ Darstellung einzelner Themen, Kunst, Spoken Work, Musik, etc zu Schwarzem Feminismus

  • Organisation, Planung, Gestaltung und alles drum herum

 

Wir freuen uns auf jede Rückmeldung unter: info@frauenzentrum-augsburg.de

Eingeladen sind FLINTA* Personen, also Frauen, Lesben, inter, nicht binäre, trans und agender Personen, sowie andere Nuancen geschlechtlicher Identität – markiert durch den Gender-Stern.

Wir schreiben „Schwarz“ groß, um zu verdeutlichen, dass es keine Eigenschaft ist, sondern eine politische Selbstbezeichnung von Menschen, deren Erfahrung durch Kolonialismus und Rassismus geprägt ist – so wie das kursive „weiß“ für eine privilegierte Position steht.